Sendepause

In den nächsten Tagen wird es wohl recht ruhig werden hier im Blog! Bitte habt Verständnis dafür, dass ich mir jetzt eine kleine Auszeit nehme. Ich hoffe, Ihr schaut alle wieterhin regelmäßig vorbei und freut Euch schon auf unsere Hunde-Baby-Fotos und -Berichte! Alles Liebe bis dahin!

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Beach Boys

“Wirf den Ball wieder rein – na los!!!”

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Die Gebrauchsanweisung

Keiner kann voraussagen wie lange die Geburt unseres Babys dauern wird. Es kann sehr schnell gehen, so dass Herrchen nach nur wenigen Stunden wieder zuhause ist, oder es kann sich über Tage hinziehen. Weil Frauchen und Herrchen die Geburt gemeinsam erleben möchten bedeutet das für Jesse und Knut, dass sie auf unbestimmte Zeit alleine zuhause sein werden.

Für mich ist das beinahe der schlimmste Gedanke, wenn ich an die Zeit im Kreißsaal denke: ein wahrscheinlich hektischer, nervöser Aufbruch in die Klinik, meine Jungs zurückgelassen und dann allein zuhause.
Weil ich es nicht ertragen könnte im Krankenhaus zu sein, ohne zu wissen wie es Jesse und Knut geht, haben wir bereits frühzeitig ein ganzes Netzwerk von Helfern engagiert, die sich in der Zeit unserer Abwesenheit um die beiden “großen Brüder” in spe kümmern werden.
Nachbarn und vertraute Personen werden sobald wir in die Klinik fahren per SMS informiert, genaue Anweisungen was Gassigehen, Fütterung und die Versorgung im Notfall angeht wurden im Vorfeld erteilt und hängen zum Nachlesen auf zwei großen Zetteln ausgedruckt im Flur – eine Gebrauchsanweisung sozusagen. Dort sind auch die Nummern unseres Tierarztes und die des veterinärmedizinischen Notfalldienstes vermerkt. Außerdem wird noch einmal detailiert auf Eigenheiten und Bedürfnisse von Jesse und Knut hingewiesen.

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Jesse’s 537 Humpelbeine

Wie oft Jesse schon gehumpelt hat, weil er sich beim Spielen, Rennen und Toben irgendwas gezerrt, verrissen oder verstaucht hat, kann ich gar nicht mehr zählen. Bestimmt waren es schon an die 537 Humpelbeine die wir in den letzten Jahren wieder kuriert haben.
Auch dieses Mal ist Jesse nun auf dem Weg der Besserung. Er nimmt noch immer brav seine Tabletten, schont sich ein wenig und bleibt die meiste Zeit im Bett. Es geht ihm schon wieder sehr gut. Die Schwellung ist fast ganz verschwunden und er kann schon wieder ganz ordentlich laufen. Ich glaube, wenn wir ihn lassen würden könnte er auch schon wieder richtig rennen.

Warum sich Jesse (im Gegensatz zu Knut zum Beispiel) so häufig die Beine “vertritt” kann ich nicht genau sagen. Er ist kein untrainierter Läufer und wird auch nicht über die Maßen gefordert, so dass man sagen könnte er verletzt sich weil er ermüdet ist oder unkontrolliert rennt. Ich glaube viel mehr, dass es zum einen daran liegen könnte, dass er eine sehr hohe Schmerzgrenze hat. Jesse ist ein sehr tapferer Hund, der kaum je Schmerzempfinden zeigt. Wenn er also läuft und sich verletzt merkt er das erst gar nicht und sprintet weiter. Bis dann eben eine wirkliche Verletzung auftritt. Dazu kommt natürlich auch, dass Jesse auch mit seinen 7 Jahren immer noch ein totaler Quatschkopf ist, der regelmäßig ausflippt und dann wie ein Irrer rumtobt. Da kann es in unwegsamem Gelände dann schnell mal zu einer Verletzung kommen.
Es hat also auch einen Grund, warum ich meistens irgendwann eingreife und das wilde Spiel beende, wenn ich sehe, dass meine Jungs es zu bunt trieben. Auch wenn mich viele dann immer für eine Spielverderberin halten wenn ich meine Hunde genau dann abrufe wenn es am schönsten zu sein scheint. Aber ich kenne meine Chaoten zu gut und weiß, dass sie selbst ihre Grenzen nicht kennen. Und bevor ich sie nach Hause tragen muss (weil sie entweder verletzt oder total erledigt sind) beende ich das Treiben lieber vorzeitig. Zu kurz gekommen sind sie ja trotzdem noch nie.

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Iiiiihhh, Gemüse…

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Rascheln und Knistern

Fast jeder Hundehalter kennt das: man öffnet in der Küche den Kühlschrank und der Hund steht parat. Oder man klappert kurz mit Hundekeksschachtel und schon ist er da.

Knut hat ein noch viel feineres Radar für bestimmte Geräusche. Klar kennt er die Kühlschranktür. Aber warum losrennen, wenn man noch nicht weiß, was Herrchen oder Frauchen da gleich rausnehmen? Knut reagiert erst, wenn es sich tatsächlich lohnen könnte. Ich wette, dass Knut das Knistern einer Gauda-Verpackung von der Emmenthaler-Verpackung (er mag Gauda lieber!) unterscheiden kann. Und dass er auch drei Zimmer weiter genau hören kann, ob wir nur den Obstsalat rausstellen, oder uns gleich ein leckeres Sandwich zubereiten.

Außerdem weiß er, welche Bettdecke raschelt – meine, oder die von Herrchen. Er weiß genau, welche Schublade in der Küche ich aufziehe – wenn es die mit den Leckerlis drin ist, kommt er, egal ob er grade tief geschlafen hat oder sonst irgendwo beschäftigt war.
Vielleicht könnten wir dieses feine Gehör (oder besser Gespür, denn es ist vielmehr ein 7.Sinn) perfektionieren und mit ihn bei “Wetten, dass!” auftreten…

Übrigens glaube ich wirklich, dass es etwas mit Gehör und nicht mit Geruch zu tun hat. Denn Knut scheint die Käseverpackungen auch unterscheiden zu können, wenn die noch luftdicht verschlossen sind. Riechen tun die dann wahrscheinlich ja nicht so sehr, aber sie hören sich unterschiedlich an weil sie aus verschiedenen Materialien bestehen.

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Ein dickes Beinchen

Wir waren gestern Nachmittag beim Tierarzt und haben Jesse’s Bein röntgen lassen. Zum Glück ist tatsächlich nichts gebrochen. Trotzdem wird es wohl ein paar Tage dauern, bis Jesse mit Medikamenten und nach viel Schonung das Bein wieder benutzen kann. Jetzt darf er erst mal nicht Spielen und soll sich möglichst wenig bewegen. Außerdem muss er schmerzstillende und abschwellende Mittelchen nehmen.

Jesse ist ja glücklicherweise kein schwieriger Patient. Er schläft die meiste Zeit und nimmt brav seine Medizin (wenn man die mit ein bisschen Geflügelwurst präsentiert). Außerdem kühlen wir die geschwollene Stelle mehrmals am Tag für ein paar Minuten mit einem Cool-Pad. Am Montag wird das Bein noch einmal gecheckt und sollte dann schon viel besser sein. Und dann kann Jesse auch bald wieder “fliegen” (siehe Foto).

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Das hätte nicht sein müssen…

Jesse ist verletzt. Heute morgen hat er Knut über den Strand gejagt und hat sich selbst dabei das linke Vorderbein verletzt. Ich bin ziemlich sicher, es ist nicht gebrochen. Leider sieht es aber ein bisschen so aus, als könnte etwas gerissen sein oder arg verstaucht. Benutzen kann er das stark geschwollene Bein fast gar nicht. Er mag auch nicht laufen und bewegt sich extrem langsam und vorsichtig. Natürlich habe ich die Schwellung gekühlt und das hat wohl etwas geholfen. Das Bein ist nicht mehr ganz so dick.

Blöderweise kann ich Jesse ja in meinem momentanen Zustand nicht selbst zu unserem Tierarzt bringen. Ich kann ja nicht mal mehr Autofahren. Jetzt habe ich mich im Internet nach mobilen Tierrettungsdiensten erkundigt. Leider ist das gar nicht so einfach einen Krankenwagen für einen Hund zu bekommen.

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Eincremen, bitte!

Knut liegt gerne in der Sonne. Leider bietet sein weißes Fell keinen ausreichenden Sonnenschutz. Am Bauch und an der Nase ist Knut sogar so spärlich behaart, dass er sich sehr schnell einen Sonnenbrand holt. Da hilft nur eins: eincremen.

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Schwache Nerven

Dass bei uns mittlerweile ab und zu die Nerven blank liegen wundert wahrscheinlich niemanden. Wir machen eben im Moment eine aufregende Zeit durch. Wir warten alle gespannt auf die Ankunft unseres Babys. Auch Jesse und Knut.

Besonders Jesse kämpft gerade mit seinen schwachen Nerven. Mit mir im Garten zu sein ist für ihn momentan sehr anstrengend. Dauernd muss er mich bewachen und beschützen. Er bellt ständig. Wenn Spaziergänger (mit oder ohne Hund), Fahrräder oder Autos am Gartenzaun vorbeikommen, wenn die Nachbarn im Garten auftauchen und so weiter.

Weil Jesse ja meistens neben meiner Gartenliege im Schatten liegt, schreckt er mich jedesmal hoch, wenn er wieder lautstark anfängt zu kläffen. Leider weckt er damit auch immer wieder das Baby in meinem Bauch auf, das dann wild anfängt zu strampeln. Nicht sehr angenehm.

Anfangs habe ich versucht Jesses Verhalten einfach zu ignorieren. Ich dachte, wenn er merkt, dass ich mich gar nicht aufrege beruhigt er sich auch irgendwann. Aber es wurde im Verlauf der letzten Tage immer schlimmer mit ihm. Also habe ich gestern Abend dann doch mal geschimpft. Ich hab es einfach nicht mehr ausgehalten. Jesse sprang immer wieder laut bellend auf und rannte an den Zaun, obwohl da weit und breit nichts war – wahrscheinlich hatte ein Eichhörnchen gepupst…

Ich verstehe Jesse ja einerseits. Er weiß, dass eine Veränderung vorgeht. Spürt unsere unterschwellige Nervösität. Und sieht sich in der Pflicht mich zu beschützen, weil er merkt dass mit mir offenbar etwas nicht stimmt. Nichtsdestotrotz nervt sein Gebelle. Er steckt ja auch Knut damit an – was dazu führt, dass beide Jungs 50x am Tag kläffend durch den Garten rennen, als wären die Panzerknacker und Charles Manson gleichzeitig aufgetaucht.

Leider fällt mir auch keine Lösung ein, wie ich das Verhalten auf die schnelle abstellen könnte. Wir sind nun mal alle aufgeregt. Auch wenn wir uns bemühen nach außen hin ruhig zu sein. Jesse und Knut spüren, dass etwas vor sich geht und reagieren mit einer gewissen Unsicherheit.

Und gewisse Menschen aus der Nachbarschaft, die gewisse Hunde ohne Leine vor unserem Grundstück randalieren lassen und nicht in der Lage sind die Tiere abzurufen bevor sie knurrend gegen unseren Zaun donnern sind auch nicht gerade hilfreich. Da fühlen sich meine Jungs nämlich in ihrere Annahme bestätigt, dass sie ihr Revier beschützen und verteidigen müssen.

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