Manchmal sind so Katzen ja schon zum Fürchten. Da vergeht sogar einem passionierten Jäger wie Knut die Lust am Stänkern.
Der schwarze Kater Grompy zum Beispiel hält sich für einen Hund – für einen Rottweiler (mindestens). Grompy lebt hier im Dorf an einer Wegkreuzung zum Strand. Dort postiert er sich, um das Geschehen in seinem Revier zu überwachen. Hunde, die den Weg passieren wollen, mag er gar nicht. Er macht sofort einen riesigen Buckel und sträubt das Fell. Kommt man näher, tritt er nicht etwa den Rückzug an, sondern kommt angriffslustig und ziemlich forsch auf einen zu.
Jesse und Knut kennen Grompy bereits und halten immer schon frühzeitig nach ihm Ausschau, wenn wir in die Nähe seines Hauses kommen. Knut hat letztes Jahr mal den Fehler gemacht sich mit Grompy anzulegen und prompt den Kürzeren gezogen. Grompy fackelt nämlich nicht lange und schießt auf seine Gegner zu. Knut, der damit gar nicht gerechnet hatte, kam zum Glück mit dem Schrecken davon und ist seitdem immer sehr kleinlaut, wenn Grompy an “seiner” Straßenecke auftaucht.
Gestern Abend war Grompy mit Herrchen und Frauchen Gassi. (Ich sagte ja, der hält sich für einen Hund!) Natürlich trägt Grompy dann aber keine Leine. Sofort als er die Jungs gesehen hat, hat er sich aufgeplustert und kam schnurstracks auf sie zu. Jesse und Knut wussten gar nicht wo sie hinschauen sollten und versuchten krampfhaft sich in Luft aufzulösen. Platzhirsch Grompy musste in großem Bogen umgangen werden und Knut hat sich noch nicht mal getraut sich nochmal nach dem durchgeknallten Kater umzudrehen.
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