Hunde und Menschen

Neues Hundegesetz für  Berlin

Folgende Einladung möchte ich an alle verantwortungsbewussten Hundehalter aus Berlin (und anderswo) weiterleiten. Es ist wichtig, dass wir uns an dieser Diskussion beteiligen. Unsere Stimmen müssen gehört werden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

jeden Tag gibt es in Berlin zwei Hundeattacken gegen Menschen. Die Beißvorfälle finden zu 60% im häuslichen Bereich statt und ganz überwiegend sind eigene Kinder und die von Bekannten betroffen. Das jetzige Gesetz setzt auf die Rasseliste. Aber diese Hundebisse machen lediglich 5% der Beißvorfälle aus. Der Grund für die Hundebisse liegt ganz überwiegend in der fehlenden Sachkunde der Hundehalter und Hundehalterinnen.

Deshalb hat unsere Fraktion in erster Lesung einen Entwurf für ein neues Hundegesetz beschlossen, das Menschen besser vor Hundebissen schützen kann. Bevor wir das Gesetz einbringen, möchten wir es mit der Stadtgesellschaft diskutieren. Inzwischen gibt es auch interessante Vorschläge einer Arbeitsgruppe der Amtstierärzte und bestimmt Nachbesserungsbedarf für den Gesetzentwurf. Um es mit Ihnen zu diskutieren, laden wir Sie am Dienstag, den 20.03.2012 um 19.00 Uhr in den Raum 1138 zu einem Meinungsaustausch ins Abgeordnetenhaus ein. Auf Ihre Hinweise und Einschätzung sind wir gespannt und freuen wir uns.

Auf meiner Website claudia-haemmerling.de finden Sie Informationsmaterial zu diesem Thema und den Gesetzentwurf, das Sie zu der Vorbereitung auf die Diskussion nutzen können.

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Hämmerling
Sprecherin für Tierschutz
Fraktion Bündnis90/Die Grünen
im Abgeordnetenhaus von Berlin
Niederkirchnerstraße 5
10111 Berlin

Tel. 030-23252428
Mobil 01714452813

http://www.claudia-haemmerling.de

Bitte informiert Euch genau darüber, welche Gesetzesänderungen geplant sind und inwieweit sie Euch betreffen. Jeder Hundehalter sollte sich seine eigene Meinung dazu bilden.
Ganz ehrlich: mich wundert es kaum noch, dass uns Berliner Hundehalter ein solches Gesetz erwartet…

We are very proud! Thank you, Whippet.net!

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Unser Sylvestertrick: Die „Fliegende Fleischwurst“

Weil ich drum gebeten wurde, möchte ich Euch jetzt doch unseren bewerten Sylvestertrick gegen Feuerwerk-Angst näher schildern. Es ist eigentlich ganz einfach:

Sobald es draußen knallt fliegen bei und im Wohnzimmer die Geflügelwurstbröckchen nur so durch die Gegend!!! Bei einem besonders lauten Knall gleich eine ganze Hand voll.
Eine Bekannte von mir macht es noch ein bisschen extremer: ca. ab 23:45 Uhr dreht sie die Stereoanlage laut auf, hat Käsestückchen und kleingeschnittenes Brathähnchen parat und fängt an wie wild mit ihrere sehr ängstlichen Schäferhündin durch’s Zimmer zu toben. Sie üben Dogdancing-Tricks und schmeissen die Leckerlis nur so durch die Gegend. Wenn dann die Knallerei anfängt ist die Hündin total fertig und entspannt. Sie bekommt dann weiterhin Leckerlis wenn’s heftig böllert, regt sich aber in der Regel nicht mehr großartig auf.

Generell gilt: ängstliche Hunde nicht bestätigen, wenn sie bei der Knallerei Angst zeigen. Nicht streicheln oder ähnliches. Am besten den Hund ignorieren und ihm eine Rückzugsmöglichkeit bieten.

Mein Knut hat gar keine Angst vor Feuerwerk, er stand sogar schon schwanzwedelnd mit uns auf der Terasse und hat zugeschaut wie die Raketen losgingen. Jesse dagegen fürchtet sich schon vor den lauten Geräuschen. Er zieht sich am liebsten an einen sicheren Ort zurück. Mit unserem Trick hat es aber die letzten Jahre mit Jesse gut geklappt. Nach ein paar Minuten hat er immer begriffen, dass jedesmal, wenn es kracht ein kleiner Regenschauer aus Geflügelwurst niedergeht. Er schaut dann bei jedem Böller ganz erwartungsvoll in meine Richtung und sammelt schnell die Wurst ein!

Beim letzten Jahreswechsel war Jesse sogar so gelassen, dass wir auf diesen Trick als Ablenkung verzichten konnten. Im Alter wird man eben doch oft zunehmend gelassener.

Beschwerdebrief ans Pfötchenhotel

Meine Hunde Jesse und Knut sind seit Jahren immer mal wieder für ein paar Tage Gäste im Pfötchenhotel Berlin. Bisher war ich mit der Betreuung und Unterbringung meiner Lieblinge immer sehr zufrieden – bis gestern.

Weil wir bereits beim Check-In am Freitag wussten, dass wir es wahrscheinlich zeitlich nicht schaffen würden Jesse und Knut am Sonntag pünktlich vor Ende der Öffnungszeit abzuholen, fragte ich an der Rezeption nach der Möglichkeit meine Hunde erst nach 19 Uhr auszuchecken. Man teilte mir mit, dass dies möglich sei und ich dazu einen Nummercode benötige. Ich bin davon ausgegangen, dass der Code lediglich dazu dient, das Zufahrtstor zum Hotel zu öffnen, deshalb habe ich nicht weiter nachgefragt. Hätte man mir gesagt, was Late-Check-Out für meine Hunde tatsächlich bedeutet, hätte ich mich nie auf dieses Verfahren eingelassen, sondern lieber einen weiteren Aufenthaltstag gebucht (auch wenn das mit höheren Zusatzkosten verbunden gewesen wäre).

Als ich nämlich gestern (zum Glück bereits schon um 20 Uhr – also nur eine Stunde zu spät) im Hotel eingetroffen bin, habe ich feststellen müssen, dass meine Hunde alleine im Halbdunkel, isoliert von den anderen Hunden und ohne Betreuung in einem kargen Raum (der zudem ziemlich dreckig war) auf meine Abholung gewartet haben! Der Nummerncode öffnete mir die Tür zum “Zwinger” meiner Hunde, die ich dort wie Gepäckstücke abgestellt einsammeln konnte! Ich war fassungslos.

Ich habe Jesse und Knut in den letzten Jahren deshalb immer lieber ins teure Pfötchenhotel gebracht, anstatt in eine 0815-Tierpension weil ich nicht wollte, dass sie irgendwo alleine und isoliert gehalten werden und sich bei unzureichender Hygiene usw. keiner um sie kümmert! Und dann muss ich feststellen, dass man sie im viel gelobten Pfötchenhotel – nur weil ich es einmal nicht zu den regulären Öffnungszeiten schaffe sie abzuholen – in einen besseren „Zwinger“ verlegt und sie dort warten lässt. Ich mag mir gar nicht vorstellen dass ich eventuell noch zwei Stunden länger im Stau hätte stehen können und meine Jungs dann noch weitere Stunden sich selbst überlassen dort im Dunkeln ausgeharrt hätten. (Wer kann mir eigentlich garantieren, dass man sie nicht bereits am Nachmittag dort hinverlegt hat und sie so bereits längere Zeit dort untergebracht waren?)

Neben dem „Zimmer“ meiner Hunde lag noch ein Raum in dem ein weiterer Hund auf seinen verspäteten Besitzer wartete. Der kleine Terrier war völlig verschreckt und jammerte herzerweichend. Selbstverständlich weiß ich, dass man darauf nicht immer eingehen kann und das Schicksal des „Zellennachbarn“ meiner Hunde hat mich auch eher deshalb erschreckt, weil er wie meine Hunde in einem nicht separat abgeschlossenen Raum saß und ich ihn somit entführen, vergiften, misshandeln usw. hätte können. Ich möchte natürlich niemandem etwas unterstellen und auch nicht den Teufel an die Wand malen, aber nur mal angenommen jemand hätte den anderen Hund vorher abgeholt. Diese fremde Person hätte meine Hunde mitnehmen können, hätte ihnen Gift verabreichen können oder ihnen sonst irgendetwas Schlimmes antun können! Und selbst wenn der/diejenige nur die Tür geöffnet hätte, weil die Hunde „ja so süß sind“ und nur um sie mal kurz zu streicheln, hätten Jesse und Knut entwischen können, sich mit dem anderen Hund prügeln können oder sich einfach nur von einem Fremden belästigt fühlen können. Ich finde es jedenfalls nicht in Ordnung, dass fremde Menschen (Nummerncode hin- oder her) Zugang zu meinen Hunden haben, die ich im Pfötchenhotel sicher untergebracht wissen möchte. Das ist in jedem Fall ein Sicherheitsrisiko.

Wie bereits erwähnt, war ich mit der Betreuung meiner Hunde immer sehr zufrieden. Alle Betreuer/innen, die ich bisher kennen lernen durfte waren sehr nett und ich hatte nie Anlass zur Sorge, dass meine Jungs nicht gut versorgt werden. Jetzt jedoch bin ich misstrauisch geworden. Es ist bereits mehrere Jahre her, dass ich eine Führung durch die Anlage gemacht habe und mich von der Qualität der Unterbringung überzeugt habe. Woher weiß ich, ob sich daran nicht etwas geändert hat? Bevor Jesse und Knut das Pfötchenhotel noch einmal besuchen (falls ich mich dafür überhaupt wieder entscheide) werde ich auf eine neuerliche Führung durch Ihre Einrichtung bestehen und mir ganz genau zeigen und erklären lassen, wie und wo meine Hunde untergebracht und wie sie versorgt werden.

Auf ihrer Website schreiben Sie, dass der Late-Check-Out so geregelt ist wie er geregelt ist, damit nicht alle Hunde aufgeweckt werden müssen, wenn ein Besitzer seinen Vierbeiner außerhalb der regulären Öffnungszeiten abholen möchte. (Wie genau das abläuft steht da übrigens nicht! Vielleicht aus gutem Grund, oder?) Gut und schön. Doch weil ja offensichtlich sowieso nur zwei Hunde in den Late-Check-Out gehen können bedeutet das ja, dass eine solche Störung sowieso nur maximal zweimal pro Nacht stattfinden könnte. Ich denke also, es wäre eigentlich nichts dabei, wenn das nächtliche Betreuungspersonal die verspäteten Abholer persönlich empfängt und den Hund aus seiner Obhut übergibt. Ansonsten kann es eben keinen 24-Stunden-Service geben. Damit müsste man sich dann als Herrchen oder Frauchen arrangieren und eventuell eine zusätzliche Übernachtung buchen. Besser als das derzeitige Verfahren wäre das allemal. Diese Vorgehendweise entspricht meiner Meinung nach überhaupt nicht der Philosophie Ihres Hotels und dem Service den sie bieten möchten.

Für Jesse und Knut kommt ein Late-Check-Out sicherlich nicht mehr in Frage. Lieber nehme ich die Kosten für einen weiteren Aufenthaltstag in Kauf. Hätte man mich über den genauen Ablauf vorab eingehend informiert, hätte ich diesen Service nicht in Anspruch genommen.
Bevor Jesse und Knut noch einmal das Pfötchenhotel besuchen werde ich mich noch einmal von der Qualität der Unterbringung und Betreuung im Pfötchenhotel überzeugen müssen. Ich befürchte nämlich nach diesem negativen Erlebnis, dass ihr Service eventuell generell nicht hält was er verspricht. Schließlich können Tiere ja nicht erzählen was hinter der hübschen Fassade geschieht. Ich fände es sehr schade, wenn meine (zugegeben hohen) Erwartungen an das Pfötchenhotel Berlin enttäuscht werden würden und würde es sehr bedauern, wenn ich mich in Zukunft nach einem anderen Tierhotel umsehen müsste.

Ich habe das Pfötchenhotel bereits mehrfach und immer wieder Freunden und Bekannten empfohlen. Ich betreibe selbst ein Haustierforum im Internet und bin 1. Vorsitzende des Hundesportvereins „Lupo’s Spürnasen e.V.“ in Berlin-Tegel. Außerdem schreiben Jesse und Knut Online-Tagebuch. Überall dort habe ich ihre Einrichtung oft gelobt und ich weiß, dass einige meiner Freunde und Leser ihre Hunde nur auf Grund meiner Empfehlung ins Pfötchenhotel gebracht haben. Leider werde ich wohl in der nächsten Zeit nicht mehr mit gutem Gewissen unsere Hundefreunde zu Ihnen schicken können. Erst einmal muss ich mich selbst noch einmal überzeugen, dass meine Jungs im Pfötchenhotel tatsächlich gut untergebracht sind.

Ich möchte noch einmal betonen, dass ich keinem ihrer Angestellten einen Vorwurf mache. Mit allen Betreuern und dem übrigen Personal habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Der Mangel liegt hier meines Erachtens im System. Das Verfahren des Late-Check-Out muss geändert werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Stephanie v. Reden-Lütcken
(Verfasst am 15. 08.2011)

Hunde im sozialen Dienst

Unser Freund Jonas (Irish Wolfshound) hat einen Job. Er geht regelmäßig ältere Menschen im Pflegeheim besuchen. Dort lässt er sich bewundern und streicheln. Natürlich arbeitet Jonas ehrenamtlich und wurde vor Dienstantritt von einem Verein für Hunde im sozialen Dienst getestet. Nicht jeder Hund eignet sich zum „Therapiehund“. Ob das wohl auch eine Beschäftigung für Jesse und Knut wäre?

Update vom 7. Juli 2011: Jonas ist gestern überraschend verstorben. Wir trauern mit seiner Besitzerin Elsie um einen sehr besonderen Hund – mach’s gut Jonas.

Die Prinzen auf der Erbse

Wenn es um’s Schlafen geht sind meine Hunde Spezialisten. Am liebsten Schlafen die Jungs natürlich bei uns im Bett. Oder auf dem Sofa im Wohnzimmer. Doch trotzdem braucht jeder Hund sein eigenes Hundebettchen – finde ich.

Nun ist man ja aber nicht einfach irgendwer. Und wer ein echter Whippet ist, der schläft nicht in irgendeinem Hundekorb oder gar auf einem Deckchen (Pfui!). Etwas besonderes muss her – etwas mit Stil, schön soll es sein und natürlich bequem.

Meine Wahl fiel auf ein Original aus dem Hause Lillibed. Diese ganz besonderen Luxusbetten für Hunde (und Katzen) bestehen aus hochwertigen Materialien, sind sehr schön und dabei strapazierfähig. Wer sich für ein solches Bettchen interessiert sollte unbedingt unseren Shop besuchen: www.haustiercityshop.de.

Jesse und Knut haben kurz vor Weihanchten ihr erstes Lillibed bekommen. Wir hatten uns nach einigem Hinundher für das Modell „Kenzoo Stripes“ entschieden. Ein kleiner Farbtupfer für’s Wohnzimmer. Knut, der nie irgendwo anderes geschlafen hat als auf meinem Schoss, in unserem Bett oder auf dem Sofa hatte das neue Bettchen nach nur einer Minute in Beschlag genommen. Kurze Zeit später war auch Jesse seinem neuen Schlafplatz begeistert.

Weil Jesse so gerne im neuen Lillibed schläft und sich deshalb sogar schon nachts aus dem Schlafzimmer geschlichen hat um unten im Wohnzimmer zu schlafen, habe ich mich vor ein paar Tagen entschlossen: ein zweites Lillibed für’s Schlafzimmer muss her. Jetzt viel die Wahl nicht schwer, denn Jesse hatte sich schon entschieden welches Modell es werden soll. Als ich vor kurzem einem Kunden das Bett „Polar“ verkauft hatte, wollte Jesse unbedingt mal Probeliegen. Er war so angetan von diesem kuscheligen Fellbettchen, dass ich also jetzt auch ein Lillibed „Polar“ im Schlafzimmer stehen habe.

Knut genießt ganz offensichtlich die Stunden im Luxusbettchen. Es ist sooo schön weich und flauchig. Und jetzt im Winter ganz besonders schön warm. Wie sagt man so schön: wer einen Whippet hat und möchte dass sich der Hund in seinem Zuhause wohl fühlt, der sollte zwei Dinge beherzigen: die Heizung um ein paar Grad höher drehen und ein paar zusätzliche Kissen kaufen. Oder eben ein Lillibed „Polar“…

Übrigens lässt sich das Liegekissen im Bettchen „Polar“ herausnehmen und wenden (wie bei allen anderen Lillibed-Betten). Die Oberfläche ist dann schwarzes Wildleder und somit ideal für die wärmeren Sommermonate.

(Fotos von Jesse im Polar-Bettchen werden nachgeliefert!)

Tierpark Friedrichsfelde, 25. 12. 2009

Weihnachten haben Omi und Opi aus Bayern bei uns in Berlin verbracht. Das war an sich schon nicht schlecht. Aber richtig gut war dann, als wir alle gemeinsam einen Ausflug machen durften. Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir mittags losgefahren und haben die Tiere im Tierpark Friedrichsfelde besucht. Mit Mama und Papa waren wir da ja schon mal. Jetzt konnten wir auch Omi und Opi die Löwen, Tiger, Elefanten und Affen zeigen.

Wie immer fanden wir es furchtbar aufregend. Diese vielen verschiedenen, unbekannten Gerüche. So nach Raubtier und nach rohem Fleisch und nach Affenpups und sowas alles riecht’s da immer. Also, so wie im Zoo riecht’s sonst nirgends. Außer manchmal in Jesse’s Haus, wenn die Mama die Decken lange nicht gewaschen hat… Wir finden das jedenfalls toll und können gar nicht genug rumschnüffeln.

Und dann sehen manche Tiere im Tierpark einfach total komisch aus! Zum Beispiel diese Hyänen. Angeblich sollen die ja vor ein paar Jahren mal einen Hund gefressen haben, der (wohl aus Versehen) zu denen ins Gehege gesprungen ist. Meiner Meinung nach kein Grund den gleich zu essen… Als andere Zoobesucher unsere Mama darauf aufmerksam gemacht haben: „Na, Ihre Hunde würden denen aber sicher schmecken, wa?!“, antwortete Mama gewohnt lässig: „Ihr Kind sicher auch!“

Bei den Affen bin ich dann ausgeflippt. Die waren aber auch zum totlachen! Sind wie die Verrückten in ihrem Käfig rumgeflitzt und haben sich gegenseitig gejagt. Bow, hätte ich da gerne mitgespielt. Und schnell waren die! Schade, dass man da als Hund nicht mitmachen darf. Die Omi hat erklärt, dass Hunde nicht im Zoo wohnen können, weil sie Haustiere sind (und dann schon gleich mal gar nicht im Affenhaus!).

Dann waren wir noch ganz lange bei den Elefanten und bei den Raubtieren. Die wohnen wenn’s kalt ist drinnen. Macht Sinn. Bei denen im Haus stinkt’s ganz schön. Das würde unsere Mama zuhause nie erlauben. Den Gestank mein ich. Aber sie würde auch die Elefanten nicht erlauben!. Glücklicherweise. Denn ehrlich gesagt sind diese Dickhäuter ganz schön furchteinflössend. So groooß! Und diese „Katzen“ erst… Also, „Katzen“ sind für mich was anderes! Jesse sagt ja immer, es ist am besten, wenn man möglichst nah bei der Mama bleibt und einfach nicht hinschaut. Dann kann man so tun als würde man die gar nicht sehen und die sehn einen dann vielleicht auch nicht. Mama sagt, es tut uns gut, wenn wir mal ein bisschen Stress haben und uns ein bisschen unwohl fühlen, danach wissen wir dann, dass uns gar nix passieren kann. Aber braucht man dazu echt lebende Elefanten und Löwen! Mein Gott, Mama! Das waren echte Löwen!!!

Nach drei Stunden Tierpark waren wir jedenfalls reif für die Couch! Nicht nur die weite Strecke, die wir gelaufen sind hat uns ermüdet. Sondern vor allem das viele rumgeschnüffel und die vielen neuen Eindrücke machen einen ganz fertig.

Wenn Omi und Opi wieder zu Besuch nach Berlin kommen gehen wir vielleicht wieder in den Tierpark. Wenn wir Glück haben ist dann dieser Eisbär namens Knut schon umgezogen und wohnt dann auch in Friedrichsfelde. Den würde ich ja echt gerne mal kennenlernen. Dann würde ich ihm sagen, wer von uns beiden zuerst da war…
Euer Knut

Galopprenntag in Hoppegarten

Jesse erzählt: Gestern waren wir in Hoppegarten auf der Galopprennbahn beim Pferderennen.  Wetterbedingungen optimal, Mama mit Hut, die Pferde zum Großteil in gutem Trainingszustand, adrette Anlage usw. (Allerdings kein Vergleich mit Ascot… wenn ich das hier mal sagen darf.)

Im großen und ganzen also eine hübsche aber doch auch eine recht aufregende Sache. Besonders deshalb, weil von den Veranstaltern auf dieser Galopprennbahn anscheinend nur wenig Wert auf die Sicherheit der Besucher gelegt wird (ein Beschwerdebrief meinerseits ist bereits in Bearbeitung).

Von stabilen Absperrungen war dort keine Spur! Meine Mama konnte viel zu dicht an diese riesigen Pferde herantreten! Das hat mich einiges an Nerven gekostet, das muss ich schon sagen. Natürlich habe ich immer warnend gefiept, wenn ich den Eindruck hatte, dass meine Mama sich zu nahe an die mickrige Absperrung am Führring getraut hat. Eigentlich belle ich ja in solchen Gefahrensituationen auch mal, aber wir waren ja schließlich nicht alleine. Und außerdem: ich weiß, wie man sich bei einem Pferderennen zu benehmen hat… Man ist ja schließlich nicht irgendwer.

Angenehm fand ich die schöne Wiese direkt an der Rennbahn von der aus Mama und Papa die Pferde beim Rennen beobachten konnten. Ich hab zugegebenermaßen die meiste Zeit nicht hingeschaut. Diese Pferde sind ja sooo — groß! Ich hab mich lieber auf Mama’s Stiefel gekuschelt und mich kraulen lassen. Beim 4. Rennen bin ich tatsächlich kurz eingenickt… so spannend war’s eben nicht. Aber ich bin  ziemlich schnell wieder aufgewacht, weil die Mama beim Zieleinlauf ein wenig die Fassung verloren hat und aufgesprungen ist. Nun ja, wir wollen ihr dieses unziemliche Verhalten nachsehen. Das Pferd, auf das unser Papa gewettet hatte, hat nämlich ganz überraschend das Rennen gewonnen!

Einen wirklich fetten Gewinn konnten wir zwar nicht einstreichen, aber es hat gereicht die Unkosten des Tages zu decken. Vielleicht fahren wir deshalb bald wieder mal nach Hoppegarten. Ich werde dann vorher aber mal versuchen für Knut und mich sogenannte „Scheuklappen“ zu organisieren, die manche von den Pferden dort tragen. Dann müssen wir am Führring und an der Bahn nicht immer so krampfhaft den Kopf und die Augen verrenken, wenn wieder so ein Pferd sooo nah an uns vorbei geht oder rennt! (Diese ganzen Pferde auf dieser Rennbahn… Die sind ja wohl das größte Sicherheitsrisiko!)

Hochachtungsvoll, Euer Jesse

Hilfe! Tierschutzverein!

Manchmal versteh ich einfach meine Mama überhaupt nicht. Die macht manchmal Sachen, die kann ich einfach nicht begreifen! Warum – zum Beispiel – muss sie meine Spielsachen waschen???

Letzte Woche war es wieder einmal so weit: Mama hat alle meine Stofftiere, Quietschies usw. eingesammelt. Da hab ich natürlich gleich mal vorsichtshalber kontrolliert was das soll. Und als sie dann mit dem ganzen Zeugs in Richtung Waschmaschine davongegangen ist, hab ich mich sofort todesmutig dazwischen geworfen und versucht ihr klarzumachen, dass man meine Spielsachen auf gar keinen Fall waschen darf!

Das geht einfach nicht. Es dauert Wochen bis die alle wieder gut riechen (nämlich nach mir) und bis alle wieder schön angeschmutzt sind. Es hat irgendwie alles nix genützt. Weder das wilde Schwanzwedeln (als Ablenkung), das Anspringen (ich dachte, Mama lässt vielleicht die Waschschüssel fallen) und auch das Schnappen nach den Spielsachen in der Schüssel (ich kam einfach nicht dran!!!).

Wenigstens das Meerschweinchen (unseren geliebten „Pig“) wollte ich retten! Aber Mama hat es mir wieder weggenommen und tatsächlich mit all den anderen Spielsachen in die Waschmaschine gestopft! Auch da hab ich verzweifelt wie ich war das Meerschweinchen wieder rausgeholt. Unter der Treppe (in unserer Höhle) hab ich dann versucht es in Sicherheit zu bringen. Aber meine Mama ist manchmal echt erbarmungslos. Obwohl ich sie wirklich ganz lieb angeschaut habe und um Gnade für mein Meerschweinchen gefleht habe, hat Mama den bemitleidenswerten Pig wieder in die Waschmaschine verfrachtet.

Und dann: Türchen zu, Waschpulver rein, Wasser marsch und los ging’s! Vom Zuschauen wurde mir schon ganz schlecht. So was darf man doch nicht mit Stofftieren machen! Was kommt denn da als nächstes? Müssen Jesse und ich jetzt am Ende auch in die Waschmaschine??? Mama’s Reinlichkeitstick geht echt zu weit. Reicht doch, wenn sie dauernd die Bettwäsche wechselt (das finde ich auch unmöglich!).

Ich hab also gewartet, bis meine Stofftiere die Prozedur in der Waschmaschine hinter sich hatten. Komplettes Programm, mit Schleudern! Echt grausam.

Danach mussten alle Spielsachen noch einen Tag auf dem Balkon in der Sonne trockenen. Mannomann. Das hat echt ewig gedauert.

Jetzt bin ich seit Tagen damit beschäftigt meine Spielsachen wieder zu „verunreinigen“ (das Wort hat mir Jesse beigebracht!). Ich schleppe zum Beispiel unser Meerschweinchen überall mit hin. Erstens um es zu beschützen (Wer weiß auf was für Ideen die Mama noch kommt. Am Ende wird Pig noch „desinfiziert“ (auch ein Wort von Jesse) oder so was!), aber zweitens auch um es wieder „wohlriechend“ (Danke, Jesse) zu machen.

Gestern hab ich es mal versuchsweise eine Viertelstunde im Garten unter dem Rasenspränger liegen gelassen. Das war eine Superidee. Leider hat Mama das aber gesehen und dann verboten, dass Pig danach wieder mit auf’s Sofa geht (Das war auch so ein Sauberkeitsfimmel-Ding von ihr, glaub ich). Stattdessen musste Pig wieder draußen in der Sonne liegen bis er trocken war. (Ich war sprachlos!)

Ich hab mir jetzt vorgenommen noch besser auf meine Stofftierherde aufzupassen. Ich werde jetzt alle meine Spielsachen jeden Abend aufräumen und durchzählen. Am besten verstecke ich alle unter der Treppe. Jesse meint zwar, dass die Mama da wohl als erstes nachschauen wird wenn sie die Stofftiere sucht, aber das glaube ich nicht.

Viele Grüße, Euer Knut (Gibt es eigentlich einen Stofftierschutzverein?)

Schlosspark Sanssouci (Potsdam),25. April 2009

Jesse berichtet: Zusammen mit 11 chinesischen Geschäftsleuten von unserem Papa sind wir nach Potsdam gefahren, um dort zu Mittag zu essen und dann den Schlosspark von Sanssouci zu besichtigen. Ich persönlich fahre ja immer gerne nach Potsdam, schon alleine wegen der interessanten Immobilien. Natürlich haben wir die Chance auch genutzt und uns nach einem geeigneten Domizil umzusehen, aber die Gärten sind alle ein bisschen klein… Vor allem, wenn man sich vorher länger im Park von Sanssouci aufgehalten hat.

Knut und ich waren natürlich für die chinesische Delegation eine ziemliche Atrraktion. Wir wurden dauernd betätschelt und fotografiert. Leider ist es ja besonders in Sanssouci immer ein bisschen anstrengend für uns, weil es dort immer sehr viele Touristen gibt, die uns Windhunde fotografieren wollen. Dieses Mal nahm das ganze aber etwas überhand, weil unsere Mama nämlich erst höflich sein wollte und den Bitten einiger älterer Damen nachgab, die unbedingt ein Foto mit den Hunden „vom alten Fritz“ haben wollten. Als sich dann aber hinter uns eine beträchtliche Schlange von Leuten gebildet hatte, die auch alle ein Foto mit uns machen wollten, stellte unsere Mama klar, dass wir nicht zur Ausstattung des Parks gehören, sondern auch nur zum Spazierengehen da sind. Puuuh, das war anstrengend!

Übrigens: Friedrich der Große, der „alte Fritz“ hatte gar keine Whippets! Er besaß Windspiele! Aber das interessiert die meisten Leute nicht! Windhund ist Windhund!

Außerdem hat Mama gesagt, dass der Friedrich sich sicherlich im Grab umdrehen würde, wenn er wüßte, dass in seinem Schlosspark seine geliebten Windhunde (also wir in dem Fall) an der Leine geführt werden müssen!

Hier also jetzt ein paar Fotos von uns und unseren neuen chinesischen Freunden!


Malin aus Neuseeland

Das ist Malin! Er ist ein Boxer (wie man unschwer erkennen kann), 8 Monate alt und lebt in Auckland, Neuseeland! Malin mag offenbar Bällchen und den Zaun (rechts im Bild) scheint er auch zum Fressen gerne zu haben…

Meine Freundin Maren verbrachte ganze sechs Wochen in Neuseeland und hat viele wunderbare Fotos mitgebracht und kann die aufregendsten Geschichten erzählen! Als ich sie gebeten habe, mir doch ein paar Hundefotos vom anderen Ende der Welt zu schicken, hat sie Malin fotografiert. Er ist der Hund einer Freundin von Maren, die in Auckland wohnt.

Außerdem hat Maren Fotos eines Standbildes gemacht, das laut Inschrift den Hütehund ehren soll, ohne dessen Hilfe eine Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen (die in Neuseeland riesig sind und der Schafzucht dienen) nicht möglich wäre!

Leider sind die Fotos zu diesem Beitrag beim Umzug unserer Website im September 2010 verloren gegangen!

Tapfere Schwimmerin

Cattle Dog Hündin Sophie Tucker fiel bei einem Bootsausflug mit ihrer Familie vor der Küste Australiens über Bord. Sie schwamm sechs Meilen durch Haifisch-Gewässer und gelangte schließlich auf eine einsame Insel! Dort überlebte die Hündin ohne eine Menschenseele ganze vier Monate. Sie jagte wilde Ziegen um sich zu ernähren. Schließlich fanden Wildhüter die Hündin und brachten sie zurück zu ihrer Familie. Die hatten Tucker wochenlang verzweifelt gesucht und hatten alles getan um sie zu retten. Tucker erkannte ihre Familie sofort und war vor Freude kaum noch zu bändigen. Wieder zuhause genießt sie laut Frauchen ganz besonders die Klimaanlage im Haus!

Die ganze Geschichte gibt es hier in englischer Sprache zu lesen:

When Jan Griffith’s beloved dog, Sophie Tucker fell overboard from her family’s yacht she feared her pet had drowned.
But Sophie Tucker, a grey and black cattle dog, wasn’t going to give up that easily.
The determined pet swam six miles through ferocious shark-infested seas to an island, where she survived for more than four months by hunting wild goats for food.

The extraordinary story of the castaway hound emerged today when Miss Griffith was reunited with her beloved pet.
‚I thought I’d never see her again, but she’s proved to be a dog who can really look after herself,‘ said Miss Griffith.
Sophie Tucker, named after the American vaudeville comedian, fell overboard from the family’s yacht when they ran into bad weather off the Queensland coastal town of Mackay.
Miss Griffith and her friends searched the area, putting their own lives at risk in the rough seas, but there was no sign of Sophie Tucker.
Unknown to them, the dog swam towards remote St Bees Island, a quiet volcanic strip of land fringed with reefs.

Sophie Tucker swam six miles to reach St. Bees Island.
On land there are rainforests and dense grasslands where koalas and wild goats live.
A handful of people living on the island reported seeing a dog running around, but assumed it was a feral animal.
When the bodies of several young goats were found, locals contacted wildlife rangers and word of a dog on the island reached the ears of Miss Griffith and her family.
‚We wondered whether it could be Sophie Tucker but thought ‚No way‘.
‚She would have had to have swum through five miles of sea to get there and then work out how to survive.
‚It just couldn’t be her, we decided, but when we were told the dog had been caught and they were bringing it to the mainland we thought we should have a look.‘
They waited at the marina as the rangers‘ boat came in – and there in the cage was a grey and black dog.
‚We called her name and she went crazy – whimpering and banging on the cage, so they let her out and she ran over to us and almost knocked us over with excitement,‘ Miss Griffiths said.
‚She’s settled in well back at home now. I think she’s appreciating the air conditioning.‘

Locals said it was astonishing that Sophie Tucker had not been attacked by sharks.
Even though she was lost inside the Great Barrier Reef, which tends to keep sharks away from the coast, tiger sharks and hammerheads do swim through the coral – and dogs are at particular risk.
‚The smell of a wet dog is irresistible to a shark,‘ said a fisherman.
‚You don’t often hear of dogs surviving if they decide to go for a bit of a swim. Even a big fish will have a go at their legs.
‚So for this dog to swim for five miles or so, and then swim a bit between islands, is incredible. She’s a very lucky animal!“

Jesse und Knut im Zoo

Sonntag, 20. Juli 2008 / Tierpark Friedrichsfelde, Berlin

Wir waren heute zum ersten Mal im Tierpark!!! Das war total aufregend!!!
Da gibt es:
Einen gaaanz dicken Esel mit einem Schlauch im Gesicht!
Riesige Kühe mit einem gaaanz langem Hals!
Total große Katzen, die voll stinken und ganz laut brüllen!
Voll komische Enten, die aussehen als hätten die einen Frack an!
Und viele kleine haarige Menschen, die supergut klettern können!

Also ich war immer ganz neugierig. Nur im Raubtierhaus hatte ich auch ein bisschen Angst… Jesse mochte am liebsten die Pinguine und hat ansonsten meistens so getan als wäre er blind und taub. Besonders bei den Elefanten und Giraffen. Mama hat mir immer alle Tiere erklärt zum Beispiel die Geparden. Und von den Erdmännchen konnte ich mich kaum wieder trennen (ich hab mich an der Mauer hochgestellt, damit ich besser schauen konnte). Der Erdmännchen-Anführer hat ganz laut gepfiffen, als er mich gesehen hat und alle anderen sind schnell in ihre Löcher verschwunden. Dummerweise war ich an der Leine… die Mauer war nämlich gar nicht sooo hoch.

Außerdem gab es auch Rehe und soger kleine Kaninchen. Das finden Jesse und ich immer sehr seltsam. Die laufen nämlich in ihren Käfigen gar nicht weg, wenn die uns sehen. Ein Rehbock kam sogar extra zu uns an den Zaun. Er wollte ein bisschen stänkern, glaube ich, aber wir hatten keine Lust… (aus der Nähe war der ganz schön groß!).

Und dann waren da noch so Pelikane auf dem Weg. Die waren gar nicht eingesperrt!  Ziemlich verantwortungslos fand Jesse. Was da alles passieren könnte… Jesse hätte aus Versehen fast einen angepinkelt, weil er ihn für einen Stein gehalten hat. Glücklicherweise hat der Vogel das nicht gemerkt und wir haben uns vorbeigeschlichen.

Im Affenhaus hat’s am besten gerochen. Es hat eigentlich im gesamten Zoo überall ziemlich gut gerochen. Nur bei den großen Katzen, naja, da war der Geruch etwas „bedrohlich“! Mama sagte vor dem Raubtierhaus, sie zeigt uns jetzt die Miezikatzen und wir haben uns schon gefreut. Pah, Miezikatzen! Riesenviecher waren das! Und als der Chef von denen (der Löwe) auch noch angefangen hat zu brüllen, wollten Jesse und ich doch lieber wieder gehen. Hinterher hat Jesse gesagt, dem Löwen hätten wir es ganz schön gezeigt! Finde ich auch!

Interessant waren auch die Wölfe. Eigentlich hätten wir ja erwartet, dass so ein wilder Wolf sich einem zahmen Haushund gegenüber dominat zeigen würde, aber die  großen Grauen haben tatsächlich sofort Beschwichtigungssignale gezeigt als wir an den Gehegezaun kamen. Die Märchen vom bösen Wolf sind sowieso erfunden, sagt Mama.

Am Eisbärengehege ist dann was ganz komisches passiert: da waren ganz viele Kinder und plötzlich haben die alle ganz laut „Knut“ gerufen! Fand ich irgendwie cool! Dass die mich erkannt haben… Irgendjemand hat dann behauptet, dass Knut gar nicht da sei, weil der woanders wohnt. Na klar wohne ich eigentlich woanders, aber da kann ich doch trotzdem mal einen Ausflug in den Tierpark machen!

Und ich werde sicher bald mal wieder hinfahren, das war nämlich super!
Euer Knut

Unser Ostseeurlaubstagebuch

1.    Mai:
Heute Morgen nach dem Frühstück sind wir mit Mama und Papa an die Ostsee aufgebrochen! Gegen Mittag kamen wir an und haben im Garten von Gut Harkensee gleich einen jungen, zweibeinigen Spielkameraden getroffen, der mit uns Bällchen gespielt hat. Nach fast drei Stunden im Auto hat das richtig gut getan! Nachdem die Koffer aus dem Auto geladen waren, sind Mama und Papa mit uns an den Strand gegangen! Wow! Das war so cool! Wir sind erst mal wie die Wahnsinnigen losgerannt. Auf Sand macht das so viel Spaß! Und wir sind auch gleich ins Wasser gesprungen. Da haben wir dann festgestellt, dass das Wasser ganz doof schmeckt. Total versalzen. Aber Mama hatte ja immer unser Näpfchen und frisches Wasser für uns dabei. Danach sind wir zum Abendessen in ein Restaurant gefahren. Aber nur Mama und Papa haben dort was gegessen. Wir haben brav gewartet. Als wir wieder auf Gut Harkensee ankamen, war es schon dunkel, aber wir haben noch schnell ein paar Katzen durch den Garten gejagt!

2.    Mai
Der Papa hat heute Geburtstag! Zur Feier des Tages haben wir einen 2 ½ Stunden Marsch am Strand zu einem piekfeinen Schlosshotel gemacht, wo Mama und Papa Champagner getrunken und zu Mittag gegessen haben. Wir haben uns da schon mal auf’s Ohr gelegt, denn schließlich mussten wir noch mal 2 ½ stunden wieder zurücklaufen! Wieder zuhause angekommen waren wir wirklich total erledigt! Aber Mama und Papa hatten sich entschlossen in dem tollen Restaurant vom Nachmittag zu Abend zu Essen. Aber wir haben dorthin diesmal das Auto genommen (wir hätten sonst gestreikt!). Eigentlich sind in dem schicken Fresstempel keine Hunde erlaubt, aber Mama hat darauf bestanden, dass wir bei Papas Geburtstagsessen dabei sein dürfen und weil wir uns am Nachmittag schon so gut benommen hatten, hatten die da dann ein Auge zugedrückt. Wir waren so müde, dass wir die ganze Zeit neben Mamas Stuhl geschlafen haben. Ganz fest. (Nur manchmal hat einer von uns laut und zufrieden im Schlaf gegrunzt, hat Papa danach behauptet.) Auf Katzenjagd hatten wir dann auch keine Lust mehr als wir wieder zuhause waren.

3.    Mai
Heute waren wir wieder ewig am Meer! Wir sind wieder ganz weit spazieren gegangen! Am Abend waren wir mit Mama und Papa bei einer Weinprobe. Viel mitgekriegt haben wir davon allerdings nicht, weil wir schon wieder so müde waren. Doch vor dem Schlafengehen haben wir dann noch ein bisschen im Gutsgarten Ball gespielt. Die Katzen haben sich leider nicht mehr blicken lassen.

4.    Mai
Leider mussten wir heute unsere Sachen packen, und nachdem wir noch mal ein paar Stunden am Strand rumgetobt hatten, sind wir dann nach Hause gefahren. Auf der Autobahn war Stau, deshalb haben wir über drei Stunden bis nach Hause gebraucht. Allerdings haben wir sowieso im Auto die ganze Zeit geschlafen. So ein Strandurlaub ist ganz schön anstrengend!

5.    Mai:
Gestern Abend war keine Zeit mehr für ein ausgiebiges Schaumbad, deshalb mussten wir beide heute morgen in die Badewanne und Mama hat uns vom Kopf bis zur Schwanzspitze shampooniert und abgewaschen! Igitt! Gott sei Dank macht sie dass ja nicht so oft. Aber Sand und Salzwasser mussten gründlich entfernt werden. Auch aus unseren Ohren hat sie den Sand entfernt, unsere Krallen geschnitten und gefeilt, Zähne geputzt und uns ganz fest mit dem Handtuch abgerubbelt! (Das Rubbeln ist immer das Beste am Waschen!)
Jetzt müssen wir uns erst mal die nächsten drei Tage richtig ausschlafen!

Mama sagt übrigens, dass wir bald wieder in den Urlaub fahren dürfen, weil wir die ganze Zeit über so brav waren und uns immer gut benommen haben!

Gewonnen!

Veronica ist mein Patenkind und jetzt mittlerweile fast 11 Jahre alt! Wie die Zeit vergeht…

Wie ihre Schwester Tanya (13) ist auch sie eine richtige Hundenärrin und aktiv im Hundesport! Beide Mädchen nehmen mit ihren Hunden an Agility-Turnieren teil.
Zuhause leben sie mit den Hovawart-Hündinnen Cindy und Aischa zusammen. Außerdem gibt es da noch diverse Kleintiere und Geflügel. Ich glaube, ein Aquarium gibt es auch…

Auf dem Foto seht Ihr Veronica mit der Rottweilerhündin Chess (8 Jahre alt). Im letzten Sommer haben die beiden das Agility-Turnier in Dingolfing gewonnen. Hier sind die beiden bei ihrem Sprung ins Ziel zu sehen!

Veronica und Hündin Chess

„When all other Friend desert, he remains!“

Der Amerikaner Georg Graham Vest (6.Dezember 1830-9. August 1904) war Rechtsanwalt und Politiker zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges. Er war ein großer Redner und für seine ausgefeilten Plädoyers vor Gericht und seine mitreißenden politischen Ansprachen bekannt.
Berühmt geworden ist er allerdings nicht durch eine bedeutende Rede vor dem US-Senat, sondern durch das herzzerreißende Plädoyer für einen Foxhound namens „Drum“.

Der Foxhoundrüde Drum lebte um 1870 in Sedalia, Missouri. Auf einem seiner Streifzüge passierte der Jagdhund eines Tages zufällig die Grundstücksgrenze zum Besitz eines Schafbauern, der schon zuvor angekündigt hatte, jeden Hund sofort zu erschießen, der seinen Grund und Boden betreten sollte. Drum wurde getötet und sein Besitzer war untröstlich. Er zog vor Gericht und verlangte eine Bestrafung des schießwütigen Bauern. $150 waren die maximale Entschädigung die der Kläger für den Tod seines Hundes verlangen konnte.
Doch Geld war nicht das, was Drum’s Besitzer dazu getrieben hatte Anzeige zu erstatten. Er hatte seinen besten Freund verloren. Er wollte, dass alle Welt wusste, wie groß sein Verlust war. Jeder sollte wissen was für ein besonderes Tier sein Drum gewesen war und auf welch schreckliche Weise er ihn verloren hatte.
Georg G. Vest war als Hundeliebhaber bekannt und Drum’s Herrchen wandte sich an ihn. Er bat Vest ihn und Drum vor Gericht zu verteidigen. Der Anwalt sagte zu. Er war erschüttert von der Geschichte des Foxhoundrüden und wollte helfen den „Mörder“ zur Rechenschaft zu ziehen. Georg G. Vest versprach feierlich den Fall zu gewinnen, ansonsten würde er sich bei jedem Hund im Staate Missouri persönlich für sein Versagen entschuldigen!
Bei seinem Schlussplädoyer vor der Jury des Gerichts fand Vest die bewegendsten Worte, die die  Liebe zwischen Hund und Mensch beschreiben. Seine Rede ging in die amerikanische Justizgeschichte ein und gibt eine der rührendsten Erklärungen dafür, welche Bedeutung ein Hund für einen Menschen haben kann. Und warum…
Leider ist Vests Ansprache nur in Auszügen erhalten. Ich möchte hier die schönsten Worte der Rede im Original wiedergeben:

„Gentlemen of the jury: The best friend a man has in this world may turn against him and become his enemy. His son or daughter that he has reared with loving care may prove ungrateful. Those who are nearest and dearest to us, those whom we trust with our happiness and our good name, may become traitors to their faith. The money that a man has, he may lose. It flies away from him, perhaps when he needs it the most. A man’s reputation may be sacrificed in a moment of ill-considered action. The people who are prone to fall on their knees to do us honor when success is with us may be the first to throw the stone of malice when failure settles its cloud upon our heads. The one absolutely unselfish friend that a man can have in this selfish world, the one that never deserts him and the one that never proves ungrateful or treacherous is his dog.
Gentleman of the jury: A man’s dog stands by him in prosperity and in poverty, in health and in sickness. He will sleep on the cold ground, where the wintry winds blow and the snow drives fiercely, if only he may be near his master’s side. He will kiss the hand that has no food to offer, he will lick the wounds and sores that come in encounters with the roughness of the world. He guards the sleep of his pauper master as if he were a prince. When all other friends desert, he remains. When riches take wings and reputation falls to pieces, he is as constant in his love as the sun in its journey through the heavens.
If fortune drives the master forth an outcast in the world, friendless and homeless, the faithful dog asks no higher privilege than that of accompanying him to guard against danger, to fight against his enemies, and when the last scene of all comes, and death takes the master in its embrace and his body is laid away in the cold ground, no matter if all other friends pursue their way, there by his graveside will the noble dog be found, his head between his paws, his eyes sad but open in alert watchfulness, faithful and true even to death.“

Vest konnte einen Sieg für Drum’s Besitzer erringen. Es heißt sogar in manchen Überlieferungen, dass das Gericht den Bauern zu einer Strafe von $500 verurteilte anstatt nur zu $150. Die Jury zeigte sich so betroffen und gerührt von Vests „Eulogy To A Dog“, dass sie dem Foxhound Drum ein Denkmal setzten ließen. Noch heute steht diese Statue des Rüden vor dem Johnson County Courthouse in Warrensburg, Missouri (siehe Foto).

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